24.01.2010
Rallye: Podiumsplatz für Hänninen
Mit zwei Werksteams auf dem Podium und vier Fabia S2000 unter den besten Sechs des Gesamtklassements feiert Škoda einen der größten Erfolge in seiner über 100jährigen Motorsportgeschichte.
Juho Hänninen und sein Beifahrer Mikko Markkula fuhren in 15 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 405 Kilometern auf den zweiten Platz der 78. Rallye Monte-Carlo hinter Rallye-Vizeweltmeister Mikko Hirvonen. Hänninens Teamkollege Nicolas Vouilloz und Copilot Benjamin Veillas folgten auf dem dritten Rang.
Im Ziel musste Juho Hänninen erstmal durchschnaufen: "Das war noch härter als im letzten Jahr. Ich bin froh, dass wir nach einer sehr anspruchsvollen Rallye unter schwierigsten Bedingungen hier im Ziel sind". Auf der vorletzten Wertungsprüfung, die über den legendären Col de Turini führte, konnte der Finne noch eine Bestzeit erzielen. "Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr gesteigert und auch unser Auto weiter verbessert".
Der 28-Jährige hatte die Rallye Monte-Carlo im vergangenen Jahr bis zu seinem Unfall beim ersten Einsatz des Škoda Fabia S2000 angeführt. "Unser Abschneiden in diesem Jahr hier macht mich sicher, dass wir eine sehr starke Saison für Škoda erleben werden", unterstrich Hänninen selbstbewusst. Mit seinen Teamkollegen legte er beim Auftakt zur Intercontinental Rally Challenge (IRC) den Grundstein dafür. Mit dem Ergebnis übernimmt Škoda die Führung in der Herstellerwertung.
Škoda Werksfahrer Jan Kopecky beeindruckte bei der wohl berühmtesten Rallye der Welt vor allem mit einer starken moralischen Leistung. Schon in der ersten Wertungsprüfung warf den 27-jährigen Tschechen, der im Prolog noch die drittbeste Zeit gefahren war, ein Reifenschaden aussichtslos zurück. Auf der zweiten Etappe verlor er durch einen weiteren Reifendefekt nochmals Zeit. Aber er ließ sich durch seinen großen Rückstand nicht entmutigen und erkämpfte sich gemeinsam mit Beifahrer Petr Stary den fünften Platz im Gesamtklassement. Trotz seiner schlechten Ausgangsposition sammelt Jan Kopecky am Ende noch vier Punkte für die IRC Fahrerwertung. Hinter dem Werksfahrer kam Guy Wilks, der den vom britischen Škoda Importeur unterstützten Fabia S2000 steuerte, auf den sechsten Platz.